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INHALT

Im Mai 1927 bricht die 25jährige Industriellentochter und Rennfahrerin Clärenore Stinnes zu einer Weltreise per Auto auf. Sie wird begleitet von zwei Mechanikern und dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström. Von Beginn an wird die wagemutige Weltumrundung von Problemen überschattet: Kriege, Überfälle, Motorschäden, Krankheiten.
Nicht alle aus der Gruppe sind dem Druck gewachsen. Das Team zerfällt und schließlich bleibt einzig Kameramann Söderström an der Seite von Clärenore Stinnes übrig.

48.000 km lang ist diese Rennstrecke.
Die Welt ist ein Hindernis, das überwunden werden kann.
Am Ende dauert die Reise zwei Jahre.
Am Ende hat die ehrgeizige Eroberin die Grenze des Machbaren zu spüren
bekommen.
Am Ende hat sie die Liebe ihres Lebens gefunden.
Fräulein Stinnes hat die wahre Welt kennengelernt.

SYNOPSIS

Berlin, 1920er. Die 26jährige Clärenore Stinnes, Industriellentochter und Rallye-Fahrerin, hat sich in den Kopf gesetzt, die Erde mit einem Auto zu umrunden. Keine vor ihr hat das jemals riskiert. Die kleine zierliche Frau gilt als „enfant terrible“ der Unternehmerfamilie Stinnes, weil sie nicht nur schmückendes Beiwerk sein möchte. Als Rennfahrer hat Fräulein Stinnes sich bereits einen Namen gemacht und 17 Autorennen gewonnen.
Am 25. Mai 1927 ist es endlich soweit. Ohne die finanzielle Unterstützung ihrer Familie bricht sie am Steuer eines „Adler Standard 6“, einem normalen Straßenauto, zu ihrer Weltreise auf.
Begleitet wird Clärenore Stinnes von zwei Technikern und dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström. Bald schon fällt einer der Techniker wegen Krankheit aus und auch der zweite gibt das Abenteuer Weltumrundung auf. Einzig Carl-Axel Söderström, der schwedische Kameramann, bleibt noch an der Seite von Clärenore Stinnes.
Der verheiratete Söderström hat bereits mit Stars wie Greta Garbo gedreht. Aus einer Bierlaune heraus sagt er der unbekannten Frau aus Deutschland für ihr Wahnsinnsprojekt zu. Während der gesamten Reise wird er filmen und fotografieren. An den Erfolg der Expedition glaubt er jedoch nicht wirklich ein Irrtum, der sein Leben verändern wird.
48.000 Kilometer, alle Klimazonen der Erde und zahlreiche Krisengebiete muss das kleine Team bewältigen. Keine Schwierigkeit, keine nur denkbare Panne bleibt ihnen erspart. Sie stecken bei minus 53 Grad im sibirischen Winter fest und müssen, um die Expedition fortsetzen zu können, mit ihrem Adler den zugefrorenen Baikalsee überwinden.
In der Wüste Gobi werden sie von chinesischen Deserteuren, den kriegerischen
Hunghutzen, verfolgt und in Südamerika überqueren sie das mit einem herkömmlichen
Automobil eigentlich nicht zu bewältigende Bergmassiv der Anden.
Egal ob bei Krankheiten, Überfällen oder im Streit, Clärenore Stinnes und Carl-Axel Söderström müssen sich permanent bewähren. Sie überstehen mehrere lebensgefährliche Situationen, vor allem aber erleben sie auch wahre und tief empfundene Gastfreundschaft.
All das schweißt die beiden zusammen. Als sie nach zwei Jahren schließlich in Europa ankommen, werden sie stürmisch gefeiert. Dass es mehr ist als nur Freundschaft, die die beiden miteinander verbindet, ahnt die Welt freilich nicht.
Das Film- und Fotomaterial, das Carl-Axel Söderström während der Expedition rund um den Globus aufgenommen hat, ist komplett erhalten und bildet das Herz des Filmes.
Die Regisseurin Erica von Moeller („Hannah“) stellt den faszinierenden Originalbildern
Spielfilmpassagen an die Seite, in denen Schlüsselszenen der Reise nacherzählt werden.
Clärenore Stinnes findet in Sandra Hüller(„Requiem“, „Madonnen“) ein kongeniales Alter Ego und der dänischen Schauspielstar Bjarne Henriksen („Das Fest“, „Kommissarin Lund“) als schwedischer Kameramann Axel Söderström schaffen einen ebenbürtigen Erzählstrang bei dieser außergewöhnlichen Weltreise mit einem „Adler Standard 6“.