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FESTIVALS & PREISE

Nominierung zum MfG Shooting Star Award,
Nominierung zum Deutschen Kamerapreis
Shanghai International Film Festival, Golden Horse Film Festival Taipei,
San Francisco Int. Film Festival Filmfestival, Miami International Film Festival,
Cinema Tout Ecran Genf, Festival of German Films in Paris, Filmfestival
Alternativa Rom, Internationale Hofer Filmtage, Femme Totale Dortmund,
Kinofest Lünen

INHALT

Hannah hat sich seit einem Selbstmordversuch vor einigen Jahren in ihrem Leben eingerichtet wie in einem Bunker. Was sie braucht, das nimmt sie sich. Alles andere sperrt sie aus. Doch eines Tages wird der Bunker erschüttert. Ein rätselhafter Unbekannter verfolgt sie, dringt in ihre Wohnung ein und hinterlässt dort zwei Fotos, die Hannah selbst zeigen, aufgenommen in einer anderen Zeit, einem anderen Leben. Wie ein Sauerstoffschock wirken die Fotos auf Hannah. Stück für Stück strömt Erinnerung zurück, und Hannah gerät ins Trudeln, sie taumelt und rennt dem Rätsel hinterher, das sie selber ist. Aus Angst, Abwehr und Verwirrung entwickelt sich eine Entdeckungsreise, an deren Ende eine verloren geglaubte Liebe, eine verloren geglaubte Tochter und ein verloren geglaubtes Leben warten ...

SYNOPSIS

Eine verbarrikadierte schmucklose Wohnung, Espresso schwarz, geübte
Handgriffe in einem Fotolabor. Hannah Morgen (33J.) führt ihr sehr kontrolliertes
und schattenhaftes Leben in einem bewusst gewählten Korsett.
Bei allem, was sie tut, funktioniert sie wie ein Uhrwerk. Und wenn etwas
den Ablauf stört, ergreift sie die Flucht. Menschen hält sie auf Distanz auch
diejenigen, die ihr nahe stehen.
Sie hat eine zwölf jährige Tochter, Maja, die nicht bei ihr, sondern bei
Hannahs Eltern aufwächst. Nach Hannahs Zusammenbruch vor vielen Jahren
haben die Eltern die Enkeltochter zu sich genommen. Wir werden Zeuge des
gespannten Verhältnisses der beiden, denn Maja macht kein Hehl aus ihrer
Ablehnung der Mutter.
Hannahs Freund Jan ist erheblich älter und mindestens so sehr Ersatzvater
wie Geliebter. Es ist eine eingefahrene Beziehung, die Hannah nicht schmerzt
deshalb führt sie diese Beziehung.
Hannah hat einen Panzer um ihr Leben gebaut. Sie will von der Welt und
schon gar von sich selbst nichts mehr wissen.
Doch dann wird bei ihr eingebrochen. Hannah entdeckt den Einbruch, als
sie gerade für die jährliche Urlaubsreise mit ihrer Tochter Reiseziele recherchiert.
Jemand war in ihrer Wohnung, in ihrem inner sanctum. In ihrem Panzer.
Und der Einbrecher hat nichts genommen, sondern etwas hinterlassen.
An der schmucklosen Wand hängen zwei Fotos, die Hannah als 18jähriges
Mädchen zeigen, berstend, voller Leben, voller Erwartung. Wie ein Sauerstoffschock
wirken die Fotos auf Hannah.
Jan, zu dem sie sie völlig aufgelöst flieht, hält ihre plötzliche Panikattacke für
die ersten Anzeichen eines neuen psychotischen Schubes von Paranoia. Ihre
Eltern reagieren genauso und fürchten, Hannah werde wieder „verrückt“.
Auf sich gestellt sucht sie nach dem Rätsel der Fotos und findet eine alte vergessene,
verdrängte Liebe: Nico, der Hannah nie vergessen hat. Der Hannah
nie verlassen hat ...
Hannah und Nico verbringen eine seltsame Nacht miteinander, voller ungelebter
Sehnsüchte, Ängste und unausgesprochener Rätsel und Fragen. Eine
Nacht, in der zwei Menschen zueinander finden, die ahnen, dass ihr Leben
miteinander verbunden ist.
Doch am nächsten Morgen trifft es Hannah wie ein Schock: Nico ist spurlos
verschwunden. Fieberhaft, als hinge nun ihr Leben davon ab,
beginnt sie zu suchen. Da steht Maja mit ihrem Koffer in der Tür, um in die
gemeinsamen Ferien aufzubrechen.
Die Reise von Mutter und Tochter beginnt in feindseligem Schweigen. Maja
verdächtigt ihre Mutter, dass die gemeinsamen Ferientage für etwas anderes
benutzt werden. Warum fahren sie sonst ausgerechnet nach Berlin, wo Hannah
damals ihren Zusammenbruch erlebt hatte? Maja sieht darin die Bestätigung:
ihre Mutter liebt sie nicht, die denkt nur an sich. Und in der Tat will
Hannah auf dieser Reise Nico finden.
Eines Nachts kommt es zur Explosion. Maja will abhauen, mitten auf der
Autobahn und kann nur mit Mühe wieder eingefangen werden. Es kommt
zum heftigen Knall und als sei damit endlich ein Knoten geplatzt, liegen
sich Mutter und Tochter weinend in den Armen. Zum ersten Mal werden sie
miteinander wirklich sprechen können.
Mutter und Tochter beginnen, sich im Laufe der Reise zu entdecken. Angefeuert
und inspiriert durch das abenteuerliche gemeinsame Suchen nach einer
früheren Liebe, einer früheren Hannah, einem Rätsel namens Nico, erkennen
sich Hannah und Maja erstmals völlig vorbehaltlos an. Lernen sich zu vertrauen.
Zu lieben.
Und am Ende der Reise ist es nicht mehr Hannah, die den letzten Schritt wagt
denn für Hannah hat sich mit der wiedergewonnenen Tochter ihre eigentliche
Sehnsucht erfüllt: zurückzukehren ins Le-ben, zurückzufinden zu sich selbst.
Am Ende ist es Maja, die Hannah zu Nico führt.